Wohngruppe „Egge“
Allgemeine Beschreibung
Die Wohngruppe Egge bewohnt ein eigenes Haus auf dem Einrichtungsgelände und versorgt sich weitestgehend selbständig. Der Standort grenzt an das Naherholungsgebiet Hohenstein und Hammerteich und bietet somit Möglichkeiten zur Ruhe und Erholung. Die Wittener Innenstadt ist sowohl mit dem Bus als auch zu Fuß innerhalb von 20 Minuten zu erreichen.
In dem Lebens- und Lernumfeld werden durch verlässliche Beziehungen und klare Strukturen Ängste abgebaut und die Übernahme von Verantwortung gefördert. Die Integration der Jugendlichen in ihr Umfeld wird aktiv begleitet, wobei Wert auf Akzeptanz, Rücksichtnahme und Gemeinschaft gelegt wird. Die individuelle Stärkung der Kinder und Jugendlichen steht im Vordergrund, um ihre persönliche Entwicklung in einer unterstützenden und respektvollen Atmosphäre zu fördern.
Eine Anbindung an alle erforderlichen Schulformen, Freizeitstätten und Therapiemöglichkeiten ist gegeben. Daneben gibt es ein differenziertes Angebot von Vereinen und Institutionen, welche zur Integration in den Sozialraum gut geeignet sind.
Kapazität und Rechtsgrundlage
Die Wohngruppe Egge ist eine koedukative Wohngruppe mit acht Plätzen für Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 18 Jahren.
Die Rechts- und Finanzierungsgrundlage ergibt sich aus dem SGB VIII.
Die Grundlage bilden die §§27 ff., §34, §41 SGB VIII.
Eine Unterbringung nach §35 a ist bei Bedarf möglich.
Die Hilfe richtet sich nach §36 SGB VIII, den im Hilfeplan vereinbarten Inhalten, Zielen und Leistungen.
Zielgruppe
Das Angebot der Wohngruppe Egge richtet sich an Mädchen und Jungen:
- im Alter von 10-18 Jahren. Das Aufnahmealter kann variieren und wird im Einzelfall geprüft.
- bei denen das Zusammenleben in der Familie gefährdet oder zeitweise nicht möglich ist.
- bei denen die Erziehung, Betreuung und Förderung zeitweilig oder langfristig außerhalb des Elternhauses erforderlich ist
- deren Förderbedarfe auf traumatische Erlebnisse sowie biografie- oder milieubedingte Faktoren zurückzuführen sind deren seelische Gesundheit durch lebensgeschichtliche Erfahrungen gefährdet ist
- bei denen Entwicklungsgefährdungen und Entwicklungsstörungen vorliegen
- bei denen es Herausforderungen im Sozial,-Lern und Leistungsverhalten gibt
- die mittels engmaschiger Elternarbeit in den elterlichen Haushalt zurückgeführt werden sollen.
Inhalte und pädagogische Ausrichtung
Die Wohngruppe als Lebensort ist das wichtigste Lernfeld für die Kinder und Jugendlichen.
Sie stellt die Verbindung eines beschützenden Rahmens sowie eines strukturierten Alltags mit dem Erlernen neuer Kompetenzen und dem Erleben neuer Erfahrungen dar.
Der Schwerpunkt der Betreuungsarbeit liegt in der täglichen Begleitung der Kinder und Jugendlichen bei der Bewältigung ihres Alltages und der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Die pädagogische Arbeit ist alltagsnah und praktisch orientiert. Dazu gehören eine klare Tages- und Wochenstruktur, Ankommens Rituale, altersangemessene Aufgabenverteilung sowie die Förderung lebenspraktischer Kompetenzen.
Soziales Lernen findet in angeleiteten Gesprächen, gemeinsamen Regelabsprachen und Gruppenaktivitäten statt. Ein aktiver Auseinandersetzungsprozess mit den vorhandenen Stärken, Ressourcen und Veränderungsideen wird angeregt und begleitet.
Wir arbeiten mit dem Bezugsbetreuersystem, welches den Kindern und Jugendlichen neben dem Gruppenalltag die Möglichkeit einer verlässlichen und individuellen Beziehungsgestaltung vor Ort bietet.
Der emotionale Bezugspunkt bleibt die Herkunftsfamilie. Wir respektieren und unterstützen das Recht des Kindes und des Jugendlichen auf Bindung an seine Familie und arbeiten aktiv durch Begleitung und Beratung vertrauensvoll mit den Familien zusammen.
Die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen werden dabei unterstützt, ihre eigene Geschichte zu verstehen und anzunehmen.
Sie sollen befähigt werden, positiv in die Zukunft zu blicken, eigene Lebensentwürfe zu entwickeln und Kompetenzen zu erlernen, die bei der Realisierung hilfreich sein können.
Kinderrechte und Partizipation
Wir legen großen Wert auf die Partizipation der Bewohner:innen und deren Familien im Hilfeplanverfahren. Eine Atmosphäre, die von Wertschätzung, Transparenz und Mitbestimmung geprägt ist, wird aktiv gefördert, um die Rechte der Kinder zu stärken und ihre aktive Mitgestaltung des Hilfeprozesses zu unterstützen.
Zur Demokratischen Mitbestimmung und Partizipation der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus den stationären Angeboten der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen gGmbH wurde ein Kinder- und Jugendparlament implementiert, mit dem Ziel den jungen Menschen eine Stimme zu geben und sie in die Entscheidungsprozesse der Einrichtung miteinzubeziehen.
Ansprechperson

Florian Otting
Bereichsleitung
Leopoldstraße 52
58089 Hagen
Telefon: 0 23 31 / 33 00 481
Telefax: 0 23 31 / 33 00 490
E-Mail: otting@jugendhilfe-iserlohn-hagen.de


