Inobhutnahme MK 0171 / 501 55 35
Zurück zur Übersicht

Wechsel in der Geschäftsführung der Evangelischen Jugendhilfe Iserlohn-Hagen: Reinhard Meng nach 41 Jahren verabschiedet – Vanessa Simon übernimmt Leitung


Iserlohn. Nach mehr als vier Jahrzehnten engagierter Tätigkeit in der Kinder- und Jugendhilfe ist Reinhard Meng im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der Bauernkirche Iserlohn in den Ruhestand verabschiedet worden. Gleichzeitig wurde Vanessa Simon offiziell als neue Geschäftsführerin der Evangelischen Jugendhilfe Iserlohn-Hagen (EJH), Tochtergesellschaft der Diakonie Mark-Ruhr, eingeführt. Mit dem Wechsel im Jahr des 250-jährigen Jubiläums der Einrichtung wird ein bedeutender Meilenstein in ihrer Geschichte gesetzt.

Zahlreiche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter aus Kirche, Diakonie, Politik und Gesellschaft nahmen an dem Gottesdienst teil, den Pfarrer Matthias Börner leitete. Gemeinsam blickten sie auf das Wirken von Reinhard Meng zurück und hießen seine Nachfolgerin willkommen.

 

Reinhard Meng hat die Entwicklung der Evangelischen Jugendhilfe Iserlohn-Hagen über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt. Nach seinem Einstieg als Sozialpädagoge im Jahr 1985 übernahm er früh Leitungsverantwortung und wurde 2003 Geschäftsführer. In seine Amtszeit fallen unter anderem die Weiterentwicklung moderner pädagogischer Konzepte, die Dezentralisierung stationärer Angebote sowie die Integration vieler weiterer Standorte und Arbeitsbereiche.

 

Im Gottesdienst würdigte Volker Holländer Reinhard Mengs Verdienste und seine Haltung, Verantwortung zu übernehmen – für junge Menschen ebenso wie für die Mitarbeitenden. Er hob hervor, dass Meng „mehr als 40 Jahre wechselvollen Wandel der EJH erfolgreich gestaltet“ hat, geprägt durch einen „intensiven Aufbau und kontinuierliche Weiterentwicklung“, und sprach ihm im Namen der Holding-Geschäftsführung sowie aller Geschäftsführenden in den Tochtergesellschaften seinen Dank aus. Pfarrer Matthias Börner ergänzte: Meng sei „meinungsstark, authentisch und als Mensch sicht- und nahbar“ gewesen und habe die Einrichtung mit dieser Haltung geprägt.

 

Die EJH entwickelte sich in dieser Zeit von einem klassischen Kinderheim zu einem modernen Träger der Jugendhilfe mit mehr als 600 Mitarbeitenden. Heute bietet sie in rund 60 Einrichtungen vielfältige Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien in der Region an. Mit Vanessa Simon übernimmt nun eine langjährig erfahrene Führungskraft aus den eigenen Reihen die Geschäftsführung. Die Diplom-Sozialarbeiterin ist seit 2003 in der Evangelischen Jugendhilfe tätig und kennt die Organisation in ihrer ganzen Breite – vom Einstieg im Nachtdienst bis in die Leitungsebene. Früh übernahm sie Verantwortung, zunächst als Gruppenleiterin im Bereich der Mutter-Vater-Kind-Angebote, später in verschiedenen Leitungsfunktionen. Seit 2020 verantwortete sie als Regionalleiterin und Prokuristin die Angebote in Hagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis. Maßgeblich beteiligt war sie unter anderem an der Integration der Jugendhilfeangebote der Waisenheimat Witten.

 

Pfarrer Matthias Börner beschrieb sie als Führungspersönlichkeit, die für „Verbindlichkeit, Fleiß, Geschwindigkeit, Klarheit, Zuverlässigkeit, Transparenz und Humor“ stehe. Vanessa Simon steht für eine fachlich fundierte und werteorientierte Führung, die die Bedürfnisse junger Menschen und ihrer Familien konsequent in den Mittelpunkt stellt.

 

Zum 1. Januar 2026 hat sie die Geschäftsführung übernommen und wurde im Gottesdienst feierlich in ihr Amt eingesegnet. Mit dem Wechsel an der Spitze setzt die Evangelische Jugendhilfe Iserlohn-Hagen ihren Weg als verlässlicher und innovativer Träger der Kinder- und Jugendhilfe konsequent fort.

 

Bildzeile: Beim feierlichen Gottesdienst zur Verabschiedung und Einführung in der Bauernkirche Iserlohn (v. l. n. r.): Volker Holländer (Geschäftsführung Diakonie Mark-Ruhr), Reinhard Meng, Pfr. Matthias Börner (Geschäftsführung Diakonie Mark-Ruhr), Vanessa Simon (Geschäftsführung Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen) sowie Superintendent Henning Waskönig (Verwaltungsratsvorsitzender Diakonie Mark-Ruhr).