EU-Projekt: Hagener Jugendliche debattieren über die Nachhaltigkeit von Städten und bereisen dafür zehn Länder

 

Hagen. „Meine Eindrücke sind super und für mich selber ungemein wertvoll“, sagt Krzysztof Pawlowski, kurz nach seiner Rückkehr aus Bulgarien. Gemeinsam mit 27 Jugendlichen der Berufsbildenden Maßnahmen der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen beteiligt er sich am europaweiten Projekt „The town as a friendly space for developing entrepreneurship and creativity". Dabei ist es das Ziel, die Stadt als freundlichen Lebensraum nachhaltig zu betrachten.

 

Im Rahmen des Kulturprogramms haben die Jugendlichen des Projekts auch einige kulturellen Highlights Bulgariens kennen lernen können. Der gegenseitige Austausch stand jedoch im Vordergrund. Anfang 2017 treffen sich die jungen Europäer  auch in Hagen.

 

Beteiligt sind an diesem Projekt zehn Länder (Bulgarien, Rumänien, Polen, Ungarn, Tschechien, Litauen, Portugal, Frankreich, Italien und Deutschland). Dabei bereisen sich jeweils Delegationen von Jugendlichen der teilnehmenden Nationen gegenseitig. Gemeinsam haben dabei alle teilnehmenden Staaten, dass sie in einer strukturschwachen bzw. im Strukturwandel befindlichen Region liegen. Jeder Besuch steht unter einem bestimmten Thema, das die Jugendlichen bearbeiten. Rumänien, Frankreich und Bulgarien lauteten die Ziele in diesem Jahr. „Wir mussten im Vorfeld drei Aufgaben vorbereiten. Erstens eine englisch-sprachige Debatte zum Wert von Bildung, zweitens einen dreißig-minütigen Film mit dem Thema der persönlichen Zukunftsziele und drittens eine Präsentation zum Bildungssystem in Deutschland“, berichtet der 25-jährige Krzysztof Pawlowski, der mit Unterstützung der Berufsbildenden Maßnahmen aktuell eine Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer macht. Er hält fest: „Eigentlich ist unser Bildungssystem perfekt und wird von vielen Jugendlichen aus anderen Ländern als vorbildlich gesehen.“

 

„Dieses Projekt ist für unsere Jugendlichen als zusätzliches Angebot begleitend zur Ausbildung zu betrachten“, erklären die Koordinatorinnen Angela Wilke-Peil und Birgit Dabruck. „Ziel ist es, dass die Jugendlichen aus den zehn Ländern sich dreimal im Jahr an einem anderen Ort treffen und unterschiedliche Frage- und Aufgabenstellungen bearbeiten. Die Aufenthalte dauern jeweils fünf Tage. Davon fließen drei Tage in die reine Projektarbeit, an den weiteren zwei Tagen gibt es ein Kultur-Programm, das bei allen bisher eindeutig die Blickwinkel erweitert.“ Schließlich haben alle Jugendlichen einen sehr differenzierten Bildungsstand, „trotzdem finden die Tagungen auf Augenhöhe statt.“ Dank sozialer Medien geht der gegenseitige Austausch auch über die Treffen hinaus.

 

Unter dem Motto „how to be tolerant?“ werden die teilnehmenden Länder im Februar 2017 Hagen besuchen. In vielen Aktionen in Hagen und Umgebung lernen die Delegationen unsere Region kennen. Das nächste Land, in dem sich die Jugendlichen treffen, ist im März Portugal. Hier steht das Erasmus-Projekt der EU im Fokus.

 

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