Vertrauen schaffen und Barrieren nehmen: Ev. Jugendhilfe bietet neue Betreuungsangebote für zugewanderte Kinder unter drei Jahren

 

Hagen. Neue Wege geht die Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Hagen mit Blick auf die Betreuung von zugewanderten Kindern unter drei Jahren und ihren Familien. „Teilweise gibt es große Hemmschwellen gegenüber unserem Bildungs- und Erziehungssystem, mitunter haben Eltern schlichtweg Sorgen, ihre Kinder in ‚fremde‘ Hände zu geben“, berichtet Angelika Hamann, Geschäftsführerin der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen. Vertrauen und Sprachförderung rücken deshalb hierbei in den Fokus.

 

Larissa Lorenz, Angelika Hamann und Barbara Willig (von links) stellten das neue Betreuungsangebot für zugewanderte Kinder der Ev. Jugend-hilfe Iserlohn-Hagen vor.

 

Angesprochen sind in erster Linie Flüchtlinge, aber ebenso im weiteren Sinne alle zugewanderten und sozial benachteiligte Familien. Also diejenigen, die noch nicht im Bildungssystem sind. So bietet die Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen seit wenigen Tagen in Hagen jeweils eine Gruppe in den Stadtteilen Wehringhausen und Loxbaum an, vorausgegangen sind jeweils Informationsveranstaltungen, um auf diese Angebote aufmerksam zu machen.

 

„Wir verfolgen einen präventiven Ansatz und möchten Ängste und besonders Barrieren nehmen“, sagt Barbara Willig von der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen. „Dabei nehmen wir ausdrücklich auch die Familien mit in den Blick.“ Ein niedrigschwelliges Bildungsangebot soll so Kindern und ihren Eltern den Zugang zur institutionellen Kindertagesbetreuung erleichtern.

 

„Wir bieten die Gruppe aktuell dreimal in der Woche für jeweils zwei Stunden an und beginnen morgens mit einem gemeinsamen Morgenkreis. Danach gibt es ein freies Spielen und ein gemeinsames Frühstück – auch mit den Eltern, die sehr aufgeschlossen sind“, freut sich Erzieherin Larissa Lorenz. „Zum Wochenende gibt es für jedes Kind eine kleine Überraschung.“

 

„Wir möchten mit diesem Angebot alle in Hagen Zugewanderten in den Blick nehmen und keinen ausgrenzen“, betont Angelika Hamann. „Jeder Tag, an dem wir eine Förderung bieten, ist wertvoll. Vor diesem Hintergrund sind wir in Hagen sehr gut“, lobt sie auch die gute Arbeit des städtischen Jugendamts. Aktuell läuft zudem der Aufbau eines zusätzlichen Angebots für zugewanderte Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren.

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