Hilfsbereitschaft von Jugendlichen – ganz selbstverständlich

 

Hagen. Jesiden gehören in Armenien zu einer religiösen Minderheit, die verfolgt wird. Viele Familien verlassen deshalb ihre Heimat, lassen Familie und Freunde zurück, um in einem anderen Land Frieden oder zumindest Sicherheit zu finden. Oft haben sie nicht mehr bei sich, als sie tragen können.

 

Jugendliche haben für eine jesidische Familie Spenden gesammeltSo war es auch bei der armenischen Familie, die in einer Flüchtlings-unterkunft in Hagen-Altenhagen einquartiert wurde. „Die hoch- schwangere Mutter bekam hier ihr drittes Kind, das jetzt drei Monate alt ist und dem es lange an allem fehlte, was für andere Säuglinge als normal erscheint: Kleidung, ein Bett, Windeln, Spielzeug“, berichtet Bastian Schuldt, Leiter des Jugendzentrums.

 

„Die Probleme der jesidischen Familie sprachen sich bei den Kindern und Jugendlichen, unseren Besuchern des Jugendzentrums Loxbaum, herum, die selbst einmal aus den verschiedensten Ländern nach Deutschland gekommen sind: Eine Welle der Hilfsbereitschaft und des Mitgefühls brach sich Bahn“, so Schuldt. In Eigeninitiative organisierten sie ganz selbstverständlich Hilfe. Über Telefon, Facebook und Gespräche im Familien- und Freundeskreis sammelten sie die fehlenden Dinge für das Kleinkind, die sich schnell im Flur des Jugendzentrums Loxbaum anhäuften. Mit einer feierlichen Übergabe wurde die armenische Familie mit den Geschenken überrascht. „Eine besondere Geste, einer oft so unterschätzten Jugend“, betont Schuldt.

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