15 Jahre "Stop and Go!„


Ein Tag für Kooperation!


"Ich bin im Referendariat und werde Realschullehrer", so der Bericht eines ehemaligen Bewohners von "Stop and Go!", den Stefan Eberitzsch (ISA , Institut für soziale Arbeit, Münster/W.) vor kurzem auf der Fahrt nach Münster im Zug zufällig wiedergesehen hat.
Kein Einzelfall, bei mehr als 600! Jugendlichen, die in den vergangenen 15 Jahren von "Stop and Go!" betreut worden sind.
Dass sich Beharrlichkeit im Feld der UHV in NRW lohnt, würdigten mehr als 60 Besucher mit uns an diesem Jahrestag.
Die Vorträge von Bernd Holthusen DJI, Dt. Jugendinstitut München, Stefan Eberitzsch/ Münster und Peter Eichenauer sorgten für genügend Stoff, gepaart mit geballter Praxiserfahrung, im World Café zu diskutieren und auch neue Ideen zu kreieren.

 

    Bernd Holthusen machte in seinem Vortrag

    deutlich, dass es wichtig sei, die

    vorhandenen gesetzlichen Rahmen-

    bedingungen zu nutzen. Die Jugendhilfe 

    sollte sich mehr engagieren und die

    Kriminalprävention nicht allein der Polizei

    und Justiz überlassen.

    Nur wenn die Jugendhilfe genügend beteiligt

    ist, besteht die Chance auf die notwendige

    fachliche Qualität in der Perspektivplanung  

    nach der HV oder des Strafvollzugs. 

    Ein gutes Beispiel für Engagement und

    "dran bleiben" ist "Stop and Go!", so Bernd

    Holthusen SG ist eine große Erfolgs-

    geschichte und zeigt, dass es sich lohnt, am

              Stefan Eberitzsch                   Ball zu bleiben. Die Arbeit kommt letztlich

                                                                    den Jugendlichen und den Familien zu Gute!


Stefan Eberitzsch erläuterte einige Forschungsergebnisse seiner Studien zur Kooperation im Jugendstrafverfahren. Es seien deutliche Verbesserungen in den letzten Jahren in NRW zu verzeichnen.
Allerdings sei in der konkreten Umsetzung notwendig, Bereitschaftsdienste von Seiten der Jugendhilfe vorzuhalten. Es ist also noch einiges zu verbessern!
Wichtig: "Stop and Go!" ist durchgehend als DIE Alternative zur U-Haft bekannt.


Peter Eichenauer beleuchtete "Kooperation" mit neuen Erkenntnissen aus der Neuro-Physiologie und betonte damit die

rein menschliche Seite - deren Berücksichtigung ganz grundlegend für eine erfolgreiche Arbeit mitein-

ander sei.


Viel wurde im "World Café" im Anschluss an die Vorträge diskutiert. Eines ist ganz deutlich geworden:
Verbesserung der Kooperation ist

der Schlüssel für erfolgreiche Jugendhilfe!
Selbstbewusstes Auftreten der Jugendhilfe im Strafverfahren ist angezeigt und führt letztlich zu mehr Qualität auch in der Urteilsfindung            Stefan Eberitzsch          Bernd Holthusen

und der Perspektiv-planung nach            

einer Hauptverhandlung.                             

 

Ein gelungener Tag, der zeigt, wie bedeutsam die kontinuierliche, kooperative Arbeit im Feld UHV ist und sich vor allem für die Jugendlichen und betroffenen Familien lohnt!


Wir danken allen Besuchern und allen, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben und wünschen uns weiterhin ein erfolgreiches zusammen Arbeiten!

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