Chance für Menschen ohne Chancen

22.03.2012


Am heutigen Sonntag in der Reformierten Kirche Hohenlimburg Gründung der Ev. Jugendhilfe für die Region Iserlohn, den Märkischen Kreis, den EN-Kreis und in Hagen.

 

Chance für Menschen ohne Chancen



Auf dem Photo v.l.n.r: Pfr. Martin Wehn (Geschäftsführer Diakonie Mark-Ruhr) Helmut Bernhardt (GF Diakonie Mark-Ruhr) Angelika Hamann und Reinhard Meng (beide GF Evang. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen) Martina Espelöer (Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises IserlohnI Pfr. Dirk Bernd Bobe (GF Diakonie Mark-Ruhr) Volker Holländer (GF Diakonie Mark-Ruhr und GF Evang. Jugendhilfe Iserlohn Hagen in Personalunion)

Witten.Die Gründung der auch für Witten zuständigen Evangelischen Jugendhilfe Iserlohn-Hagen wurde am Sonntag in Hohenlimburg festlich begangen. In der neuen Gesellschaft engagieren sich 370 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Kinder- und Jugendhilfe und den Jugendberufshilfen in Iserlohn, dem Märkischen Kreis, dem EN-Kreis und in Hagen.

Fast genau vor einem Jahr war die Gründung der Diakonie Mark-Ruhr mit Sitz in Hagen und Iserlohn. Seit dem 1. Januar diesen Jahres fand nun auch die Jugendhilfe, nämlich der Fachbereich „Jugend/Arbeit-Leben-Zukunft“ des damaligen Diakonischen Werkes Ennepe-Ruhr/Hagen und die Ev. Jugendhilfe Iserlohn der damaligen Diakonie Mark-Ruhr mit Sitz in Iserlohn zusammen. Der Wirkungsbereich der neuen Gesellschaft umfasst Hagen und den EN-Kreis sowie den Märkischen Kreis. In der stationären Erziehungshilfe hat die Einrichtung sogar überregionale Bedeutung.

Die Inhalte der Arbeit der Ev. Jugendhilfe bringt Geschäftsführerin Angelika Hamann auf den Punkt: „Wir unterstützen Kinder, Jugendliche und Familien in hochbelasteten Lebenssituationen und helfen ihnen bei der Suche nach Lösungen, damit ihr Leben gelingen kann. Als ein Bestandteil der Diakonie Mark-Ruhr bieten wir dezentral organisiert und inhaltlich differenziert unterschiedliche Formen von Betreuung, Bildung und Erziehung für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien an.“

Zusammen mit Kommunen, speziell den Jugendämtern, leisten die 370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ev. Jugendhilfe Hilfen zur Erziehung in ambulanter, teil- und stationärer Form. In unterschiedlichsten Wohnformen werden mit jungen Menschen Lebensperspektiven gemeinsam entwickelt. Die Zusammenarbeit mit den Herkunftsfamilien spielt dabei eine wichtige und zentrale Rolle.

Im Bereich der ambulanten Hilfen werden Familien aufsuchend begleitet und zur Stärkung der elterlichen Kompetenz auf verschiedene Art und Weise unterstützt.

Ausbildung für sozial Benachteiligte

Die Jugendberufshilfe bietet zusammen mit Arbeitsagentur und Jobcenter überbetriebliche Ausbildung für sozial Benachteiligte und individuell beeinträchtigte Jugendliche, die auf dem ersten Ausbildungsmarkt keine Chance haben. Angelika Hamann: „Nach wie vor entscheidet oft die Herkunft, welche Bildungschancen Jugendliche haben. Wir bieten hier Begleitung für junge Menschen, um eine Integration in die Arbeitswelt und somit ein selbständiges Leben zu ermöglichen.“ Zurzeit werden 135 Auszubildende in den Maßnahmen der Jugendberufshilfe betreut.

Weitere Handlungsfelder sind die Jugendsozialarbeit, Schulsozialarbeit und die offene Kinder- und Jugendarbeit sowie der „offene Ganztag“. Dieses Angebot der Ev. Jugendhilfe geht zeitlich und inhaltlich über ein reines Betreuungsangebot hinaus, es verfolgt Erziehungs- und Bildungsziele und schließt ein Mittagessen ein. Den Kindern soll es eine ganzheitliche Förderung in ihren Stärken und Fähigkeiten, ihrer Beziehungsfähigkeit und ihrer sozialen Kompetenzen bieten.

Aus: www.derwesten.de