Die Gedanken sind frei!

 

Iserlohn/Hagen. Acht Mütter der Iserlohner Mutter-Vater-Kind-Gruppe reisten am 13.06.2014 mit dem Pferd ohne Namen und erfuhren, dass tote Pinguine nicht schmecken und Gedanken frei sind.

 

Die Mütter der Iserlohner Mutter-Vater-Kind-Gruppe im Jugendtheater in Hagen

 

Diese, für die Mütter sehr emotionale Reise, begann im LUTZ, dem Jugendtheater in Hagen. Das Stück „Tote Pinguine schmecken nicht“ handelte von Co-Abhängigkeit, Selbstbestimmung und Freiheit in einer vierköpfigen Familie, bestehend aus Tanzbäreneltern und Pinguinkinder.

Die Tanzbären konnten nicht aushalten, dass sie von ihrem Meister mit dem Akkordeon zu harter Arbeit gezwungen und gedemütigt wurden. Sie tranken, schrien, schlugen und traten. Die Pinguinkinder mussten hingegen lernen, das Verhalten ihrer Eltern auszuhalten. Sie wurden echte Meister in der Selbstver-sorgung, im Aushalten und sorgten zudem für ihre drogenabhängigen Bäreneltern. Aber wer kümmert sich um die Kinder?

Die Pinguine kamen zu dem Entschluss, zu gehen, auch wenn es sehr schmerzte. Sie wollten nicht weiter verletzt werden, sondern sich schützen. Sie wollten jemanden finden, der sie nicht vergisst, sondern sie liebt. Auf der Flucht wurden die Pinguinkinder von vielen Träumen begleitet. In diesen wurden die Sehnsüchte der Kinder deutlich. Sie träumten, dass ihre Eltern mit ihnen reisten, sie gegen-seitig aufeinander aufpassen würden und davon, wie die Familie gemeinsam das Lieblingslied der Pinguine „A HORSE WITH NO NAME“ (America) sang. Doch es blieben nur Träume. Die Bären wollten sich und ihre Kinder zwar lieben, konnten es aber nicht. Aufgrund ihrer Drogenabhängigkeit war die vermeintliche Liebe zum Suchtmittel größer als die wirkliche Liebe zueinander. Dennoch kamen die Kinder zu dem Entschluss, dass das Leben sie nicht fressen würde, „denn tote Pinguine schmecken nicht“. Das Abschlusslied „DIE GEDANKEN SIND FREI“ (Hoffmann von Fallersleben) untermalte dabei, dass jeder Mensch frei ist, das zu denken, was er will. Wenn jemand einem Kind weh tut oder Eltern nicht richtig auf ihre Kinder aufpassen können, weil sie beispielsweise Drogen nehmen, haben diese Kinder oft Angst, das laut zu sagen, ja manchmal sogar, das zu denken. Aber genau das Recht und diese Freiheit haben sie.

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