"In Hagen zu Hause" -

ein Jugendprojekt in Hagen

 

Hagen. Die mobile Jugendarbeit der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen, kurz Moja Hagen, interviewt heute drei jungen Menschen, die seit einigen Wochen eine Couch durch Hagen tragen und Menschen darauf fotografieren.

 

Hallo ihr Drei. Für die, die euch noch nicht kennen, würdet ihr euch bitte kurz vorstellen? Wer seid ihr?

 

Nadine: "Ich bin Nadine, bin 19 Jahre alt und bin hier in Hagen aufgewachsen."

Paddy: "Hallo ich bin Patrick, 19 Jahre alt, lebe seit 1 1/2 Jahren in Hagen und ich finde die Stadt Tag für Tag schöner."

Jasmin: "Ich bin Jasmin, 20 Jahre alt und komme ursprünglich aus Hagen."

 

Warum schleppt ihr eine Couch durch Hagen und stellt diese überall hin?

 

Nadine: "Wir Jugendliche wollen Leute damit ansprechen egal ob jung oder alt. Wir möchten auch sehen welche Passanten so alles mitmachen und zeigen, wie vielfältig Hagen sein kann."

Paddy: "Wir wollen verschiedene Leute darauf aufmerksam machen wie gemütlich manche Ecken von Hagen sind und dass man sich kennenlernt."

Jasmin: "Wir haben die Couch durch Hagen geschleppt und irgendwo wo hingestellt, damit sich viele Leute drauf setzen und schnacken, sodass wir Bilder davon machen können."

 

Für jeden war Platz auf der "wandernden" Caoch, ein Projekt

der mobilen Jugendarbeit der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen

 

Ok. Und woher habt ihr die Couch?

 

Nadine: "Die Couch haben wir von unserem Bekannten zu Verfügung gestellt bekommen."

 

Ihr wollt also zeigen, dass Hagen schöne Ecken hat und nebenbei nette Menschen kennenlernen?

 

Nadine : „Ja. Wir holen alt und jung auf die Couch, dabei sieht man auch, dass in Hagen sehr viele verschiedene Menschen sind. Manche stehen unserem Projekt auch nicht positiv gegenüber, doch wir lassen uns nicht unterbuttern. Wir haben ganz viele schöne Ecken in Hagen gesehen wie den Hasper der Kirchplatz, den Ischelandpark oder Hohenlimburg. Menschen einfach anzusprechen hat mein Selbstvertrauen gestärkt, egal, wie diese reagierten.“

Jasmin: „ Hagen hat ein schlechtes Image und wir wollen zeigen, dass es nicht nur schlecht ist, sondern auch was Gutes hat. Ich mache mit, weil es mir Spaß macht und es mir die Schüchternheit nimmt fremde Leute anzusprechen um etwas zu fragen. Und um generell ein bisschen offener zu werden.“

Paddy: „Wir holen verschiedene Menschen und Kulturen auf das Sofa um zu sprechen. Vielleicht auch um bestimmte Vorurteile abzuschaffen oder um zu zeigen, wie gemütlich viele Orte sind.“

 

Was ist das Ziel des Projekts und wie lange wird es dauern?

 

Paddy: „Das Ziel ist, dass wir die Menschen dazu zu bewegen offener miteinander zu leben und zu zeigen, dass man nie irgendwo alleine "auf der Straße" steht. Dieses Projekt läuft so lange bis das Wetter zu schlecht wird um ein Sofa durch die Stadt zu tragen.“

Nadine: „Genau. Wir sind jetzt knapp 4 Wochen mit der Couch unterwegs und mal schauen, wie lange das Wetter noch mitspielt.“

 

Zu guter Letzt. Wie seid ihr denn auf so eine Idee gekommen?

 

Nadine: „Wir treffen uns öfter mal mit der mobilen Jugendarbeit und haben dort erfahren, dass Jugendliche aus Bremen dieses Projekt in ihrer Stadt gemacht hatten. Wir fanden das cool und wollten sehen, ob dies auch in Hagen möglich ist.“

Paddy: „ Also haben wir ne Couch organisiert und Moja gebeten, Bilder zu machen. Und das ist nun das Ergebnis.“

 

Danke für das Interview und weiterhin gutes Wetter.

 

Nadine: „Wir danken. Vielleicht sehen wir uns bald wieder irgendwo.“

 

Die wandernde Caoch verbindet auch Generationen

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